„Schwarz!“ sagte sie so trocken wie ein Zwieback. „Alles schwarz, Leggins, Kleid und die Schuhe!“. Mir blieb die Spucke weg und mein Unterkiefer klappte bis zum Brustbein. „Du willst alles in schwarz für deine Puppe? fragte ich sicherheitshalber noch mal nach. „Ja und du kannst mich nicht umstimmen.“ Drehte auf dem Absatz um und verschwand aus meiner Werkstatt…

Da saß ich nun. Schwarz. Schwarz entsprach so gar nicht meinen Vorstellungen für dieses liebenswerte Puppenkind. Ich wollte es in feinste Kleider hüllen mit Rüschen und Borte. Ein Nachthemd, Kleidung für den Winter mit einer warmen Jacke, Mütze und Handschuhen. Vielleicht etwas besonderes für Weihnachten und was zum chillen für alle Tage. Das war mein Plan, aber alles in schwarz? Nee, nicht mit mir. Ich habe auch gar keinen schwarzen Stoff. Ok, das war gelogen O:). Ich rief ihr hinterher: „Ich mach auf keinen Fall alles in schwarz. Das kannst du vergessen!“ „Pfft, das ist meine Puppe und ich bestimme. Hast du mir versprochen!“ bekam ich zur Antwort und damit war das Thema abgehakt.

Puppenkind ohne Puppenkleider
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Seitdem sind gut 2 Monate vergangen und ich habe im November das Treffen nicht mitmachen können. Denn schwarz wollte ich nicht und mein Tochterherz war zu nichts zu bewegen. Erst vor einigen Tagen kam sie zu mir und fragte, wie es ihrer Püppi geht und was ich denn nun genäht hätte. Ich sagte: „Nichts!“

Das saßen wir nun. Sie, das arme nackte Puppenkind und ich. Ohne Plan.

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Ich wagte noch einen Versuch und erzählte ihr von meinen Ideen. Und sie fand es toll und auf einmal purzelte es nur so aus ihr heraus:

Ich möchte:

  • ein Kleid in rot und weiß vielleicht für Weihnachten
  • Stiefel und Mütze
  • ein Nachthemd
  • eine warme Jacke
  • etwas zum chillen
  • und du darfst dir auch was aussuchen

Strahlte mich über beide Backen an und schaute erwartungsvoll.

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Bähm! Das saß. Toll, ich freu mich sehr. Aber wie in alles in der Welt soll ich dass denn alles bis Weihnachten umsetzen? Ja eigentlich bis zum 7. Dezember! Bis Heute! Denn da treffen wir uns zum 6. und letzen Mal zur PuppenMitmacherei. Und ganz eigentlich wollten wir unsere FERTIGEN! Puppen vorstellen.

Ich bin bis auf die Letze Rille mit Kundenaufträgen ausgebucht. Freu! Wo sollte ich denn Zeit dafür finden? Ich suchte und suchte und fand: Nichts…

Wie denn auch? Mein Tag hat auch nur 24 Stunden und die Wochenenden arbeitete ich auch schon. Also habe ich heute einen Entschluss gefasst!

Heute nehme ich mir bewusst Zeit für meine Tochter und ihr Puppenkind! Was soll sie denn mit einem Weihnachtsoutfit zu Ostern? Und außerdem versetzte das meinem Herzen einen Stoß, mein Kind hintenan stellen zu müssen.

Also bin ich extra früh (4.30 Uhr) aufgestanden, setze mich mit einem leckeren Chai Latte und Strickzeug auf die Couch und habe überlegt und Ideen gesammelt. Jetzt haben wir 8.22 Uhr und ich habe schon fast den ganzen Text für den Artikel fertig. Prima. Jetzt ist Zeit für einen zweiten Kaffee und dann wird zugeschnitten und genäht. Mal sehen was ich bis heute Abend so alles schaffe.

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Also suchte ich erst einmal die Stoffe zusammen. Rot und weiß war kein Problem. Und ich wusste ja, dass sie total auf die Füchse und die Eulen abfährt. Also kamen die auch auf den Stapel. Irgendetwas wird daraus schon entstehen.

Vor ein paar Tagen bin ich auf den süßesten Weihnachtsstoff ever gestoßen: Tinsel time von monkeys & pumpkins, designed bei Franziska Hansen von fuchsgestreift.

Daraus würde ich meiner Tochter ein zauberhaftes Weihnachtskleid für ihre Püppi nähen. Ich darf mir ja was aussuchen, hatte sie gesagt. Himmel, der Stoff ist wirklich zaubersüß. Warmes Rosa mit Cremeweiß und einem schönen Rotbraun, dazu diese niedlichen Doodles. Oooohhh….ich bin verliebt.

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Leider bin ich mit diesem Kleid erst am Nachmittag fertig geworden und da war es schon zu dunkel um draußen zu fotografieren. Aber trotz Lightroom habe ich es dann doch noch ganz hinbekommen, ist zwar nicht so scharf wie gewollt, aber ich hoffe, du kannst mir das verzeihen.

Einer der süßen Knöppe aus meinem Adventskalender von Bianca Farbenfroh kam hier auch gleich zum Einsatz.

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Dann hab ich auch noch das Rotweiße geschafft, ein paar kuschelwarme Stiefel und noch ein Muff für warme Puppenhände. Es fehlen jetzt noch eine warme Jacke und Nachtzeug. Dann habe ich noch die ein oder andere Idee, die ich noch umsetzen will. Ein oder zwei gratis Anleitungen springen wahrscheinlich auch für Dich dabei raus. Der Muff vielleicht? Oder die Stiefel? Was gefällt Dir? Aber erst 2017, vermutlich im Sommer, hihihi…
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Aber für heute ist vorerst Schluss. Ich hoffe, ich schaffe den Rest der Puppenkleider rechtzeitig bis Weihnachten. Jetzt muss ich mich wieder intensiv meinen Weihnachtspuppen widmen. Ein paar stehen noch auf der Liste.

Ich bin jetzt schon gespannt wie ein Gummiband, was mein Herzmädchen zu ihrem Puppenkind und den Puppenkleidern sagen wird.

. . .

 

„Hey Mama! Denk dran. Ich will Partnerlook!“ schallt es zur Tür herein. Kopfklatsch….

Weißte Bescheid.

Ich wünsche dir noch eine besinnliche Vorweihnachtszeit. Bis zum nächsten Mal

Deine Christine

 

PS: Oh man, ganz vergessen meinen Beitrag bei Caro von naturkinder zu verlinken

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