Herstellung von Kopf und Körper

Thema heute im 3. Treffen der diesjährigen Puppenmitmacherei von naturkinder und mariengold ist die Herstellung des Puppenkopfes und des Puppenkörpers.

Mannomann, die Zeit rennt ja nur so. Inzwischen haben wir schon September. Und wo stehe ich? Nichts ist fertig für heute. Kein  benutzbarer Puppenkopf, kein Schnittmuster…. Sowas.

Wenn ich in mein Auftragsbuch schaue, müsste mit einem neuen Wunsch Herzenskind beginnen, Puppenköpfe rollen für die nächsten Aufträge, eine Latzhose entwerfen, Strickjacken stricken und und und. Stattdessen sitze ich vorm PC und versuche Dir irgendwie meine Fortschritte zu meinem nadelgefilzten Puppenkopf nahe zubringen.

Dabei würde ich lieber mein neues Malbuch und die neuen Fineliner ausprobieren. Auch würde ich lieber draußen im Sonnenschein sitzen und Kopfkugeln rollen. Das ist nämlich eine sehr entspannende Arbeit, bei der auch viele Wollfusseln anfallen, die am besten gleich vom Winde verweht werden. Die beste Einstiegstätigkeit nach einem erholsamen Urlaub.

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Ja, ich komme gerade von einem sehr erholsamen Segelurlaub zurück. Den ganzen Tag an der frischen Luft, kein Internet, kein Telefon, kein Fernsehen oder andere nervige Dinge. Nur meine Familie und ich. Einfach herrlich. Zum Glück habe ich einen tollen Schwiegerpappa, der sich als begeisterter Segler vor 40 Jahren sein eigenes Boot gebaut hat, dass wir uns nun hin und wieder ausborgen dürfen.

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Vorbereitungen

Aber ich habe es dir versprochen. Auch wenn noch nicht fertig, sollst du auf jeden Fall schon mal meine ersten Schritte auf dem Weg zu einem nadelgefilzten Puppenkopf zu sehen bekommen.

Ich mache ja erst seit 1 1/2 Jahren Waldorfpuppen und hatte überhaupt keinen Plan, wie ich nun meinen Puppenkopf anfangen sollte. Erst hab ich überlegt, mir das Ebook Charlie Bo von mariengold und 1000Rehe zu kaufen. Aber irgendwie reizt es mich, doch meinen eigenen Weg zu finden und mich selber durchzuwurschteln.

Also hab ich das Netz durchforstet und bin unter anderem bei kukalka.de  fündig geworden. Die liebe Nat. hatte letztes Jahr ein ähnliches Projekt und hat viele Tipps gegeben unter anderem  zu den Gesichtproportionen. Das hat schon mal geholfen. Denn es ist gar nicht so einfach, sich die vielen verschiedenen Gesichtsausdrücke, Formen und Größenverhältnisse zu verinnerlichen und zu erkennen. Denn ein Kleinkind hat ganz andere Proportionen als ein Schulkind. Das wirst Du noch sehen.

Auf meinem Pinterestboard „Dollmaking“ hab ich dir ein paar Hilfen gepinnt, wenn du selber mal einen nadelgefilzten Puppenkopf ausprobieren willst.

Wie geht das jetzt?

Aber wie fange ich nun am besten an? Welche Technik? Auf meinen Recherchen habe ich verschiedene Varianten gefunden wie man einen nadelgefilzten Puppenkopf herstellen kann. Vom Auffilzen auf einen klassisch abgebundenen Puppenkopf im Schlauchverband bis hin zu alles mit der Nadelfilztechnik. Vielleicht gehe ich in einem separaten Post hierauf noch genauer ein.

Ich habe mich für folgende entschieden:

Ich dachte, ich brauche ja irgendwie eine runde Basis und habe mir eine ganz normale Kopfkugel gerollt und diese bereits gut angefilzt. Dann habe ich diese mit einem Stern aus Wollsträngen umhüllt und die Halspartie mit der Filznadel fixiert. Anschließend habe ich die Augenlinie abgebunden.

der Anfang vom nadelgefilzten Puppenkopf
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Erste erkennbare Gesichtszüge

Als erstes habe ich die Wangenpartie gefilzt und dazu reichlich Wolle genommen und diese gut verdichtet. Jetzt wird es spannend, denn nun ist es Zeit für die Details. Man war ich aufgeregt. Damit alles am richtigen Platz sitzt,  habe ich mir mit einem Marker Nase, Mund und Kinn angezeichnet und diese nacheinander vorerst rudimentär angefilzt. Erst das Kinn, dann Wolle für die Nase und zum Schluss Ober- und Unterlippe. Es ist gar nicht so einfach, sich das räumlich vorzustellen.

nadelgefilzten Puppenkopf mit verdichteter Wangenpartie und Augenlinie
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Das Puppengesicht modellieren

Jetzt beginnt die richtige harte Arbeit, das Verdichten , Ausformen und Modellieren des Gesichtes. Einen Puppenkopf mit der Nadel filzen ist Schwerstarbeit. Ich sag dir, das geht vielleicht in die Arme und Schultern. Ich weiß gar nicht wie viele Millionen Nadelstiche ich gesetzt habe. Und die Wolle verschwindet einfach im Nichts. Ich hoffe, ich sehe hinterher nicht aus wie Poppeye. Zur Sicherheit habe ich den Spinat mal für ein paar Tage weggelassen.

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Aller Guten Dinge sind 2 oder  oder ….?

Ich war überglücklich, das mein Puppengesicht fast fertig ist. Aber es war naiv zu glauben, dass der erste Versuch auch passt. Denn leider ist mein Puppenkopf viel zu groß geworden. Ach menno. Die fertige Puppe dazu müsste mind. 80 cm groß werden und dann hätte ich statt eines schlanken Schulkindes auch eher ein Kleinkind fabriziert. Das war ja so nicht geplant!

Also alles auf Anfang. Bin irgendwie nicht weiter gekommen. Ich brauche zum Filzen Ruhe und viel Zeit. So mal eben zwischendurch? Nee, das geht nicht. Also warte ich auf die nächste Filzmuse und hoffe inständig, dass die Trulla bald mal vorbei schaut.

Ich habe für heute erst mal genug vom Schreiben und sitzen am PC. Jetzt ist Mittagspause und anschließend geht es raus in meinen Garten. Vielleicht kann ich ja doch noch den ein oder anderen Wunsch vom Anfang des Postes umsetzen.

Jetzt noch schnell meinen Beitrag bei Caro auf naturkinder verlinken und dann Tschüß bis bald. Morgen drehe ich dann wieder meine Blog-Runde und schaue, was die anderen in der Zwischenzeit gezaubert haben.

Ich halt dich auf jeden Fall auf dem Laufenden und vielleicht schreibe ich noch einen Zwischenstand-Post bevor wir uns wieder zum 4. Treffen versammeln.

Alles Liebe Deine Christine

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